Dienstag, 6. September 2011
Mein erstes Schwingfest
Gestärkt mit einem Mittagessen, bei welchem vor allem das überdimensionale Dessert für Aufsehen – oder doch eher für erregte Gemüter? – sorgte, nahmen wir den Nachmittag in Angriff. Beim Festakt präsentierte Interlaken seinem Publikum, was es alles an Tradition und pure Swissness zu bieten hat: Trychler, Jodlerchöre, Alphornbläser und Fahnenschwinger zeigten, dass hier das Brauchtum noch rege gelebt wird. Der stark vertretene Nachwuchs zeugte davon. Wie gesagt, es war mein erster Unspunnen-Schwinget. Ich kann deshalb schlecht beurteilen, ob sich der neu gewählte Standort auf der Höhematte bewährt hat. Für mich jedenfalls war die Tradition deutlich zu spüren, die Arena erzeugte immense Stimmung und machte den Anlass zu einem tollen Erlebnis. Und was das Schwingen betrifft, da habe ich das eine oder andere dazugelernt. Schade nur, dass die Berner nicht ganz vorne mitmischten.
Mittwoch, 31. August 2011
146 Journalisten aus 28 Ländern zu Gast in Interlaken
Und nun sind sie da, die Journalisten aus 28 Herrenländern. Ob aus China, Russland, Deutschland, Spanien oder den USA: Alle reisten sie gestern auf das Jungfraujoch – Top of Europe, um sich selbst davon zu überzeugen, was der Gründervater Adolf Guyer Zeller geplant hatte und vor bald 100 Jahren als Pionierleistung schliesslich auch verwirklicht wurde. Dass der Zirkusartist Freddy Nock gleichzeitig noch gerade seinen Weltrekord auf dem Hochseil verbesserte, vermochte gleich zu verzücken wie der stahlblaue Himmel auf dem Jungfraujoch. Das Wetter ist nämlich allgemein nicht zu unterschätzen. Werden doch während eines Medientrips Tausende von Bildern geschossen, welche danach um die Welt gehen.
Für 50 Medienschaffende geht die Reise durch die Ferienregion Interlaken und die Jungfrauregion noch weiter. Heute und morgen stehen zwei Tage voller Aktivitäten auf dem Programm. Von Abenteuersport über Wanderungen, Segway-Touren bis hin zum Ballenberg-Museum und der Alpkäserei ist alles möglich. Während sich die einen im Touristik-Museum über die Geschichte informieren, erfahren wiederum andere mehr über das Erbauen und Spielen von Alphörnern. Natürlich dürfen auch die Schifffahrt und unser Hausberg, der Harder, nicht fehlen.
Kurz und gut: Interlaken ist dieser Tage fest im Griff von internationalen Medien. Zugegeben, der logistische Aufwand hinter einem solchen Anlass ist - bescheiden ausgedrückt – relativ gross. Dazu gehört nicht nur die Organisation vor dem Event, sondern auch die Betreuung vor Ort. Gemeinsame Essen oder Ausflüge mit den Medien erlauben interessante Gespräche und den wichtigen Austausch. Dieser Einsatz lohnt sich definitiv: Der Wert der Artikel und Bilder, welche daraus entstehen, ist enorm. Interlaken und die Jungfraubahnen werden einmal mehr die Aufmerksamkeit in Medien aus aller Welt auf sich lenken. Nun lassen wir die Journalisten ihre Erlebnisse sammeln und warten dann gespannt auf die Berichte, Bilder und Reportagen …
Und zu guter Letzt: Ein herzliches Dankeschön an alle Partner und Leistungsträger, welche diesen Medientrip mit ihrer Unterstützung erst ermöglicht haben!
Donnerstag, 25. August 2011
vergünstigte Ausflugsziele mit der Migros Cumulus Karte
Ein paar Tage die Ferienregion Interlaken geniessen und zusätzlich so viel erleben, das muss ich meinen Schwiegereltern erzählen. Eventuell, dass es sie reizt ein paar Tage nach Interlaken zu kommen...
Dienstag, 2. August 2011
Schmackhaftes Barbecue und regnerische Aussichten
Barbecue kombiniert mit trüben Aussichten, dieses Spektakel erwartete uns als ich mich mit meiner Familie am Freitag, 22. Juli auf die BBQ Cruise in Interlaken begab. Als wir am Bahnhof Interlaken Ost ankamen und uns zur Schiffländte begaben kübelte es aus allen Löchern, nicht gerade wie wir uns dies vorgestellt hatten. Wir wollten uns darüber aber den Kopf nicht zerbrechen lassen. Am Schiff angekommen wurden wir freundlich durch den Schiffskapitän empfangen; was uns schon das erste Lächeln auf die Lippen zauberte und die Wetterkapriolen vergessen liess. Das Schiff dekoriert mit einer coolen Lounge Möblierung und einer herzlich dekorierten Bar versetzte uns als Einheimische das erste Mal in Ferienstimmung.
Nachdem wir uns im Bug des Schiffes plaziert hatten, legte das Schiff auch schon los und tuckerte gemächlich der Aare entlang in den türkisfarbenen Brienzersee. Vom Deck her trafen uns schon die ersten Düfte vom schmackhaften Grill während dem wir noch ein Apero genossen. Was ich erwähnen muss, dass mein Bauch schon vor dem Einsteigen wie wahnsinnig knurrte, ich hatte mich aber nicht dafür als erster ans Buffet zu stürmen ;-) Somit musste ich auf meine Familie abwarten. Als wir uns dann endlich in den hinteren Teil des Schiffs begaben, erwartete uns dort ein wundervoll dekoriertes Buffet. Wir blickten auf ein Buffet mit diversen Salaten und Saucen, gegrillten Peperonis und frischem Brot. Auf dem Heck wurden zarte Steaks und saftige Grillspiesse frisch zubereitet. Ein wahrhaftig kulinarisches Highlight!
Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben. Genossen wir noch die letzten Minuten am Deck des Schiffs wo uns traumhafte Aussichten auf die Dörfer rund um den Brienzersee boten.
Gerne wären wir noch länger auf dem Schiff geblieben, die Zeit verflog viel zu schnell. Wie das so ist wenn man in Ferienstimmung ist.
Montag, 11. Juli 2011
Schaurig schönes Wetterspektakel in Interlaken
Jetzt aber ganz von vorn: Am Sonntagmorgen verliess ich die Bettfedern, als sich andere bestimmt noch einmal drehten und genüsslich weiter schlummerten. Frühaufsteher wurden an diesem Morgen aber belohnt: Spätestens beim Sprung ins - zugegeben - sehr kühle Nass des Thunersees fiel jegliche Morgenmüdigkeit von mir ab. Prickelnd, ja treffender könnte man das Gefühl beim Schwumm im Neuhaus bei Interlaken nicht beschreiben. Bei wolkenlosem Himmel genoss ich dann einen Kaffe bei der Strandbar, um mich unter der Sonne und dem kuschligen Badetuch wieder aufzuwärmen.
Szenenwechsel: Am Nachmittag war Schluss mit Badeplausch. Der Brienzersee zeigte sich von seiner rauhen Seite. Trügerisch war meine Wanderung entlang des wildromantsichen Uferwegs von Iseltwald Richtung Brienz. Erst ein ganz zufälliger Blick zurück machte mir klar, dass Umkehren in diesem Moment das einzig Richtige war. Ok, zuvor musste ich natürlich noch mein iPhone zücken und das schier unglaubliche Unwetter festhalten, welches sich in so kurzer Zeit zusammengebraut hatte. Danach hiess es, Beine unter die Arme und - ab die Post - zurück nach Iseltwald. Die Wolken, von tief Schwarz bis fast Schneeweiss schickten immense Windböen als Vorboten.Und dann gab's kein Halten mehr. Der Donner grollte, die Blitze zuckten und was die weisse Wolkenschicht zu bedeuten hatte, muss ich hier wohl niemandem erklären. Zuflucht in einem Restaurant gefunden, genoss ich das Wetterspektakel hinter den schützenden Fensterscheiben. Kaum etwas konsumiert, stoppte der Hagel, ging in Regen über und machte schon bald darauf der Sonne - ja richtig gelesen - der Sonne wieder Platz. Wenn das nicht Naturspektakel ist - und erst noch ganz ohne Inszenierung...