Herzlich Willkommen! Dieses Onlinetagebuch bringt Ihnen Erfahrungen, Informationen und andere wissenswerte Schreibereien von Interlaken Tourismus' Mitarbeiter/Innen näher.


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Dienstag, 22. November 2011

Moskau, Moskau...

"Moskau, Moskau wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land..." so beginnt das bekannte Lied aus den 70-ern der Gruppe Dschingis Khan. Nun, Moskau ist spannend und Russland sicher auch schön, nur habe ich während meinem letzten Aufenthalt letzte Woche vom 17. - 19. November nicht viel davon mitbekommen. Ich habe praktisch die ganze Zeit in einem der besten 5*-Hotels Moskaus verbracht. Vermutlich denkt manch einer jetzt schon an Wellness-Oasen, Saunas, Swimmingpools...Hmm, "leider" konnte ich auch dieses verlockende Angebot nicht nutzen, denn ich war ja schliesslich da um unsere Region ins beste Licht zu rücken!

Am Freitag, 18. November fand der "Bern-Interlaken-Jungfrau Event" statt.
Der Anlass bestand aus zwei Teilen: einer Pressekonferenz am Vormittag mit anschliessendem Lunchbuffet sowie einem Abendanlass für unsere Kontakte aus der Reisebranche inkl. Dinnerbuffet, Präsentation, Entertainment und diversen Wettbewerben.

Hier ein paar Eindrücke hinter den Kulissen...

Tag 1
Unsere Russland-Expedition begann am Donnerstag morgen früh um 03.45h (für mich als Exil-Interlakner bereits um 03.00h) auf dem Parking des Hotel Metropole. Von hier aus starteten wir (ich und Marco von Euw) mit zwei Mietautos zu den vereinbarten Einsteigeorten Oberland Park, Spiez und Bern Ostring. Nachdem sämtliche Teilnehmer unserer Delegation inkl. Ländlerkapelle sowie das entsprechende Gepäck zugestiegen bzw. geladen waren, ging es weiter zum ersten Etappenziel: Flughafen Genf. Hier erwartete uns am Check-In Schalter der SWISS ein erstes kleines Problem...die etwas mürrische Mitarbeiterin liess verlauten, dass wir gemäss Buchungsinformationen nicht mehr als 1 Gepäckstück à 25kg einchecken dürfen! Nun, zum Glück konnte ich auf die Mail-Korrespondenz mit meiner SWISS-Kollegin zurückgreifen, welche belegt, dass wir explizit 2 Gepäckstücke à 25 kg verfrachten dürfen. Wenn man an die Musiker und ihre Instrumente denkt, ist dies nicht ganz unwesentlich. Die "nette" Dame war aber plötzlich weg, Schichtende! Es wurde schon befürchtet, dass die ganzen Erklärungen nochmals wiederholt werden müssen, aber siehe da, die neue Bodenpersonal-Kollegin wusste schon Bescheid! Hatte sie auf ihrem Bildschirm doch etwas weiter "gescrollt" als ihre Vorgängerin und so die entsprechende Information betreffend Zusatzgepäck auf Anhieb gefunden. Dem Abflug Richtung Moskau um 08:30h stand nichts mehr im Weg.

Nach 3,5 Stunden Flug und 3 Stunden Zeitdifferenz landeten wir um 15:30h Ortszeit im grauen und kalten Moskau auf dem Flughafen Domodedovo. Auf die Kälte waren wir alle vorbereitet, zu schaffen machte uns jedoch die Tatsache, dass wir sozusagen von der Dämmerung in die Dämmerung geflogen sind...Nachdem wir nach etwas längerem Warten sämtliche Gepäckstücke beisammen hatten, machten wir uns auf den Weg nach draussen wo der organisierte Transferbus auf uns wartete, pardon hätte warten sollen! Natürlich kontaktierte ich meine Kontaktperson um zu erfahren wo der vermeintliche Bus steht. Mir wurde erklärt, es sei ein weisser Mercedes, ohne irgendwelche Aufschriften, welcher zwischen 2 grossen Bussen vor dem Flughafengebäude steht. Hört sich eigentlich plausibel an, wenn nicht jeder Kleinbus ein weisser Mercedes gewesen wäre und nicht etliche grössere Busse sich auf den Parkingflächen getummelt hätten! Nach mindestens 5 zuvor erfolglosen und verbindungschwachen "Koordinations-Telefonaten" zwischen mir und meiner Kontaktperson Margarita und mittlerweile 25 Min. Wartezeit, verlangte ich während unserem letzten Gespräch etwas bestimmter, und auch schon ziemlich entnervt, dass der Chauffeur uns unverzüglich aufsuchen soll. Und plötzlich stand er vor uns! Unser Fahrer, welcher ein typisch russisches Pokerface aufgesetzt hatte und uns mit wilden Gesten zu Verstehen gab wo wir zu warten gehabt hätten. Nach einem kurzen Russisch-Kroatischen Wortgefecht setzten wir unseren Trip mit der 2-stündigen Fahrt Richtung Swissôtel fort.

Tag 2
Nach einem Mammut-Nachtessen am Vorabend (nicht etwa aufgrund der Menge, sondern wegen der langsamsten und mühsamsten Bedienung die wohl sämtliche Delegationsmitglieder je erlebt haben) stand um 08:30h ein Meeting mit meinen beiden Kolleginnen der Jungfrau Region und Bern Tourismus auf dem Programm. Zweck: Besprechung unserer Präsentationen. Um 09:00h habe ich ein weiteres Meeting mit der Eventverantwortlichen des Hotels vereinbart. 09:10h: niemand da, 09:20h: niemand da. Wir nutzten die Zeit für Anpassungen, Optimierungen etc. 09:50h (!): ich schreite zur Réception und verlange nach der entsprechenden Dame. 09:55h: endlich! ABER sie erklärte uns kurz und bestimmt sie hätte nicht viel Zeit, da um 10:00 ein weiterer Termin ansteht und sie habe auf meinen Telefonanruf gewartet in ihrem Büro...was soll man dazu sagen? Andere Länder, andere Sitten. Nachdem auch ich kurz aber bestimmt nach sämtlichen relevanten Informationen verlangte, wie z.B. wer zuständig ist für Technik-Notfälle (man weiss ja nie), an wen ich mich in Sachen Catering wenden soll, wo der bestellte Welcome-Desk ist, stand unserem ersten Auftritt nichts mehr im Wege. Um 11:00h konnten wir mit leichter Verspätung mit unserer Pressekonferenz beginnen. Diese war mit 35 teilnehmenden Journalisten ein voller Erfolg!

Nach dem gemeinsamen Lunch mit den Medienschaffenden, machten sich alle ausser mich auf zu einem Power-Sightseeing Richtung Kreml. Da ich Moskau bereits einige Male besucht habe, blieb ich im Hotel und feilte noch etwas an unserem Auftritt für den Abendanlass.

Um 19:00h erfolgte der Startschuss zu unserem Trade-Event. Nach und nach (es herrschte ein enormer Stau auf Moskaus Strassen) traffen die eingeladenen Vertreter der Reisebranche ein. Deren insgesamt rund 60 konnten wir ca. um 19:30h im Rahmen der Begrüssung willkommen heissen. Nach Videos von unseren Destinationen, umfassenden Präsentationen und dem Dinnerbuffet ging es weiter mit unterhaltsamen Wettbewerben wie z.B. einem Quiz mit diversen Fragen zu sämtlichen anwesenden Leistungsträgern, lesen von Berndeutschen Texten (für Russen alles andere als einfach) sowie Alphornblasen und Fünfliber-Schwingen. Die Gewinner konnten mit einem Gutschein für 6 Nächte in Bern, Interlaken und Grindelwald inkl. Flug, Swiss Pass und Ausflüge vor Ort sowie Bucherer-Uhren nach Hause gehen. Der ganze Abend wurde mit lüpfiger Musik von der Ländlerkapelle Jungfrau begleitet, welche einen super Job machten! Um 23:00h ging dieser Abend, welcher gespickt war mit nützlichen Informationen, Entertainment, Humor und einer ungezwungenen Atmosphäre, zu Ende. Es wurde gelacht, gehorcht, gegessen und geraten und sämtliche Gäste gingen mit positiven Impressionen und einem Lächeln nach Hause. Was will man mehr?! Ziel absolut erreicht!

Nach den Aufräumarbeiten und einem wohlverdienten Drink in der City Space Bar des Hotels, mit einem phänomenalen Rundblick über das näechtliche Moskau, ging dieser lange Tag zu Ende.

Tag 3
Nachdem wir alle das Check-Out Prozedere hinter uns hatten, ging es um 12:30h mit "unserem" Chauffeur und dem weissen Mercedes-Bus Richtung Flughafen Domodedovo. Die üblichen Kontrollen hinter uns gelassen, stärkten wir uns ein letztes Mal mit einem typischen russischen Borscht und starteten um 16:00h unsere Rückreise Richtung Zürich, wo wir um 16:15h Ortszeit landeten.

Um 19:30h war ich endlich in Interlaken am Westbahnhof angekommen, nach einer ermüdenden und mühsamen Zugsfahrt inkl. zweimaligem Umsteigen (das Thema Direktzug ab Zürich Flughafen nach Interlaken lässt grüssen). Müde aber zufrieden genoss ich den angebrochenen Samstagabend in den eigenen 4 Wänden. Zuhause ist es doch am schönsten ;)


Der Anlass war ein voller Erfolg und hinterliess mit Garantie bei allen Anwesenden einen bleibenden Eindruck. Die Region kletterte in der Schweizer Tourismushierarchie nochmals ein grosses Stück hoch! Hoffen wir, dass sich dies längerfristig auch entsprechend auf die Logiernächte auswirkt.

http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/115425/?searchtext=moskau

Dienstag, 8. November 2011

Workshop auf "Spanglish"

Schweiz Tourismus organisiert alle zwei Jahre einen Trade-Workshop in Madrid und Barcelona. Ich vertrat die TOI am 18. und 19. Oktober 2011 an den beiden Events, mit von der Partie waren auch die Jungfraubahnen und die Schilthornbahn.

Um etwas auszuholen, ich verbrachte den vergangenen Juni in einer Sprachschule in Barcelona, um meine Spanisch Kenntnisse aufzufrischen. Daher bin ich vier Monate später ziemlich zuversichtlich an diese Workshops gereist.

Nun ich musste schnell feststellen, dass meine Kenntnisse für ein ausführliches Verkaufsgespräch doch nicht ganz ausreichen. Anscheinend haben die Reiseveranstalter aber meinem Mix aus Spanisch und Englisch, dem sogenannten Spanglish, ganz gerne zu gehört. Einige der Gespräche verliefen ziemlich unterhaltsam! Ich wage zu behaupten, dass sich der einte oder andere Reiseveranstalter bestens an mich und mein Spanglish erinnern kann.

Die Teilnahme an den Workshops war jedenfalls erfolgreich. In Madrid bestand ein grosses Interesse am Wintergeschäft und in Barcelona wurden zahlreiche Gruppenanfragen für den nächsten Sommer platziert. Spanien ist, trotz den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, nach wie vor ein interessanter Markt für Interlaken.

Fazit: Ich werde weiterhin den Spanisch Kurs besuchen, damit aus dem Spanglish doch noch Spanisch wird.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Weitere Etappe zur Ortsbildoptimierung ist abgeschlossen

Seit Mitte September lohnt es sich besonders, die Höhematte zu umkreisen. Zehn neue Beschilderungstafeln informieren über touristisch interessante Themen wie die Höhematte die Jungfrau, den Jungfrau-Marathon, die Berge, den Namen «Inter-Lacus», die Hotels oder die Schwesterstädte Interlakens. Weiter wird von der Sage des Hardermannlis, vom Unspunnenfest, von der Höhematte und vom Paragliding erzählt. Die neuen Tafeln sind das Kernstück des Projekts Optimierung Ortsbild. Mit der Beschilderung will man erreichen, den Besuchern die zahlreichen Attraktionen und Geschichten Interlakens näherzubringen. In den kommenden Monaten sind weitere Informationstafeln geplant. Diese werden beim Casino Kursaal, auf dem Markplatz, in Unterseen und in Matten errichtet. Vorgesehener Projektabschluss ist im Frühling 2012. Danach sollen ein entsprechendes Imprimat und eventuell eine Audiolösung erstellt werden, um eine Begehung des Ortsrundgangs noch attraktiver zu gestalten und die Gäste zu lenken. Hauptsponsoren des Projekts sind die Schilthornbahn AG und die Bank EKI.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Interlaken & the Arabs

Salam Aleikum

Dies ist eines der ersten Wörter, welche ich auf Arabisch gelernt habe. Es heisst so viel wie Grüss Gott oder eben einfach Guten Tag. Übrigens die Antwort darauf ist einfach: Aleikum Salam. 
Aber für was brauche ich das? Natürlich um unsere arabischen Gäste in Interlaken willkommen zu heissen.

Aber alles von Anfang an: Letztes Wochenende war es wieder soweit und über 40 Top Travel Agents aus den arabischen Ländern: Saudi Arabien, Oman, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emirate wurden von Schweiz Tourismus eingeladen um die Feriendestination Schweiz direkt vor Ort kennen zu lernen.
Vor acht Jahren begann Interlaken Tourismus den arabischen Markt aktiv zu bewerben. Wir starteten mit jährlich zirka 4000 Logiernächten. Letztes Jahr erreichten wir 33‘000 Logiernächte, das entspricht einem Plus von 825%. Man darf sagen die Araber lieben Interlaken J.
Und ebenso die angereisten Travel Agents. Offiziell wurde uns von Schweiz Tourismus eine Gruppe aus Jeddah (Saudi Arabien) für den Studienaufenthalt in Interlaken zugeteilt. Doch diese Gruppe sollte nicht die Letzte sein, welche nach Interlaken reiste.
So kam es, das die Gruppe aus Doha (Katar) morgenfrüh um sechs Uhr losfuhr, nur um Interlaken noch einen Kurzbesuch abstatten zu können. Bevor es weiter Richtung Lausanne ging, wo der offizielle Workshop mit den Agents durchgeführt wurden und weitere Schweizer Destination und Leistungsträger um die Gunst der arabischen Agents buhlte.
Nicht nur die Doha-Gruppe passte ihr Reiseprogramm extra an. So erfuhr ich, dass auch die Abu Dhabi Gruppe (Vereinigte Arabische Emirate) ebenfalls einen Abstecher nach Interlaken durchführte. Diese Gruppe nahm über drei Stunden Umweg in Kauf um zwei Stunden „the Spirit of Interlaken“ geniessen zu können.
Dies zeigt, Interlaken konnte sich zu einer „Must See“ Destination im arabischen Markt hocharbeiten. Um diesen Vorsprung weiter aufrecht zu erhalten, müssen wir weiter an innovativen Produkten arbeiten und der neuen Gästeschicht offen und herzlich entgegentreten.

Freitag, 7. Oktober 2011

Herbstzeit = Studienreisezeit

Das ganze Jahr über betreuen wir Studien- und Medienreisen, aber während den Monaten September und Oktober sind es besonders viele. Da ist von uns gute Koordination und Übersicht gefragt.

Die Produktmanager der Reiseveranstalter machen sich vor Ort ein Bild der vielfältigen Angebote, welche unsere Region bietet. Für uns ist dies jeweils die ideale Gelegenheit, Entscheidungsträger direkt zu beeinflussen und diese zu überzeugen ihre Kunden zu uns in die Ferien zu schicken.
Während der letzten Wochen hat uns das Wetter natürlich vorzüglich mitgeholfen. Bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein (zugegeben, gestern hat’s nun gedreht) durften die Teilnehmer die Ausflüge und Erlebnisse eins zu eins erleben.

Vielleicht denken Sie jetzt, diese Gruppen kommen zu uns um sich zu entspannen... Ich kann Ihnen aber versichern, dass dies nicht der Fall ist. Hier ein Beispiel einer Gruppe aus England, welche letzte Woche ein sehr reichhaltiges Programm hatte.

Am Morgen konnte die Gruppe bei herrlicher Aussicht auf dem Schilthorn frühstücken, danach ging es runter nach Interlaken, von dort aus mit dem Zug nach Brienz. Für‘s Essen bleibt nur wenig Zeit, da musste es ein „Lunchpäckli“ richten und schon standen die Teilnehmer frisch gestärkt im Ballenberg. Dort wurde unter fachkundiger Leitung eine Führung gemacht. Danach „husch“ wieder auf das Postauto. Nach einem Dorfrundgang in Brienz folgte eine entspannende Schifffahrt auf dem Brienzersee. In Interlaken wartete dann als Dessert noch eine kurze Tour mit den Elektrovelos von Flying Wheels.
Am Abend durfte ich diese Gruppe zum Nachtessen im Hotel Metropole begleiten. Die Teilnehmer waren immer noch bestens gelaunt und beeindruckt von der grossen Angebotsvielfalt in unserer Region…